Rock deine PowerPoint Präsentation

Rock deine Bühne!

 

– eine vollständige Anleitung für deine PowerPoint Präsentation – 

Du stehst auf den Stufen vor der Bühne. Das Licht ist gedämmt und du hörst alle Geräusche nur noch in dumpfem Tonklang. Du befindest dich im Tunnelblick vor deiner PowerPoint Präsentation. Aus dem Hintergrundrauschen hörst du auf einmal deinen Namen und siehst die Moderatorin, die gerade deinen Namen ausgerufen hat. Die Menge tobt und möchte nun von dir mitgerissen wird. Du möchtest in diesen Situationen die Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern übertreffen? Damit du in deiner Präsentation alle Feinheiten bedenkst, habe ich dir eine vollständige Anleitung für deine PowerPoint Präsentation geschrieben. Sauge sie auf, nehme sie dir zu Herzen und begeistere dein Publikum damit!

Das Brainstorming

„Erstellen Sie eine PowerPoint Präsentation“. Die intuitive Antwort auf diese Aufforderung ist meist der Griff zum Laptop. Aufgeklappt und den ON-Schalter gedrückt, woraufhin ein blaues Leuchten das Aufflackern der CPU signalisiert. Schon erscheint der Desktop, auf dem dann bereits schon eine Verknüpfung zu Microsofts Präsentationssoftware liegt. Per Doppelklick gestartet, werden Sie bereits mit einer leeren PowerPoint Präsentation begrüßt. Doch, wie machen wir nun weiter? Komplett vergessen wurde die Vorbereitung für die Präsentation.

Denkst du, dass George Lucas sich sofort dazu entschlossen hat mit der Kamera loszurennen, als er die Idee der Krieg der Sterne hatte? Nein! Er schrieb allein zwei Jahre lang an dem Entwurf für seinen späteren Kassenschlager. Aber keine Sorge: Du brauchst keine zwei Jahre für den Entwurf deiner PowerPoint Präsentation. Was uns dieses Beispiel zeigt ist, dass eine Vorbereitung unerlässlich ist. Diese findet nicht mit der Kamera oder Präsentationssoftware statt, sondern mit Stift und Papier an einem ruhigen Ort. Finde einen Ort, an dem du ungestört entspannen kannst und sammle Ideen zu deiner Präsentation. 

„Wenn du nicht weißt, warum du etwas tust, wie sollen es dann andere wissen?“

Mit diesen und weiteren Worten begeistert Leadership Experte Simon Sinek zahllose Führungskräfte und ArbeiterInnen gleichermaßen. Hast du dir diese Frage gestellt? Weshalb möchtest du über dein Thema sprechen? Erhoffst du dir hierdurch neue Kunden? Oder gar eine gute Bewertung? Möchtest du Applaus? All diese Motive sind noch lange nicht tief genug. In diesem „Warum“ geht es um deine tiefliegendsten Glaubenssätze, die sich in deiner Präsentation manifestieren sollen. Du möchtest neue Kunden? Eher möchtest du dein Unternehmen ausbauen, um dir die Freiheit eines selbsterfüllten Berufslebens zu erfüllen. Oder du möchtest von anderen dafür bewundert werden, was du dir aufgebaut hast. Du möchtest ein strahlendes Lächeln haben, sobald Menschen dich fragen, was du beruflich so treibst und es ihnen mit Freude erzählen. Dies sind deine tiefen Bedürfnisse, die du mit dieser Präsentation erreichen möchtest.

Werden wir einmal ganz praktisch: Wie kommst du dorthin? Nimm dir hierfür Zeit und formuliere deinen ersten Gedanken. Das Ganze hinterfragst du mit der einfachen Frage:“Warum?“. Sobald du hierauf eine Antwort gefunden hast, wiederholst du die Prozedur so oft, bis du auf diese Warum-Frage keine Antworte mehr findest. Hiermit hast du deinen Grund gefunden, warum du diese PowerPoint Präsentation halten möchtest.

Wer sind deine Zuhörenden?

Nachdem du herausgefunden hast, weshalb DU auf der Bühne stehst, darfst du eine weitere Grundsatzfrage beantworten. Weshalb werden die Zuhörenden auftauchen? Freiwillig Anwesende kannst du mit weniger Aufwand „an den Haken bekommen“, als Menschen, die hierzu gezwungen wurden. Passionierte Anhänger deines Themas brauchst du nicht einmal mit einer großen Einleitung für deine Thematik faszinieren. Es ist ein großartiges Gefühl zu wissen, dass Menschen vor dir sitzen, die für dein Thema genauso brennen wie du. Genauso beeindruckend ist eine Präsentation, bei der du anfangs in gelangweilte Gesichter schaust. Hierbei hast du die Möglichkeit das Glitzern in den Augen der Menschen zu erwecken.

Dazu solltest du in Erfahrung bringen, wie vielen menschen du in die Augen schauen darfst. Die Gruppengröße ist ein weiterer Faktor, der in die Erstellung deiner PowerPoint Präsentation miteinfließen wird. Mit einer kleinen Gruppe kannst du sehr viel individueller und interaktiver werden, als mit einer großen Gruppe. Während du bei einem Publikum von Hunderten von Menschen nicht einmal einen Namen kennst, wirst du im kleinen Kreise alle Charaktere und deren Besonderheiten kennenlernen. Du wirst erfahren, dass Isabelle gerne Krimis liest und Ralf sich am Wochenende auf an den See macht, um beim Angeln zu entspannen. Das kannst du nun nutzen und deine Argumentationen und Beispiele in der Krimi- und Angelwelt abspielen lassen.

Was möchtest du mit deiner PowerPoint Präsentation bezwecken – Deine 3 TakeAways

Stelle dich gedanklich einmal ans Ende der Präsentation. Du siehst dich aus den Augen eines Zuhörenden. Du hingst an jedem Wort und bist Feuer und Flamme für diese besondere Thematik. Zuhause angekommen fragt dich dein/e PartnerIn: Was hast du aus der Präsentation mitgenommen? Welche drei konkreten Punkte haben dich begeistert? Bei welchen drei Dingen möchtest du etwas ändern?

Diese drei Take-Aways solltest du im Vorfeld deiner PowerPoint Präsentation definieren. Durch diese Zielorientierung wirst du immer ein klares Ziel vor Augen haben und bei jedem inhaltlichen  Punkt wissen, ob es diesen „Großen Drei“ beiträgt oder gestrichen werden kann.

Schlussendlich, kannst du zur Überprüfung deiner TakeAways die Twitter Challenge anwenden. Passen deine 3 TakeAways in einen Twitter Post? Nein? Dann mache es einfacher, kürzer und prägnanter. Solltest du deine Kernbotschaft nicht in 140 Zeichen unterbringen können hast du noch nicht die nötige Simplizität für dein Thema erreicht.

Das muss sitzen – Der Einstieg

Die Einleitungen für meine Blogartikel schreibe ich immer zuletzt. Ebenso schreiben Akademiker die ersten Sätze ihrer Thesis am Ende ihres Schreibprozesses. Weshalb? Da die LeserInnen oder die Zuhörenden in diesen ersten Sekunden entscheiden, wie es weitergeht, müssen wir hiermit begeistern. In diesen wenigen Sekunden musst du die Aufmerksamkeit der KonsumentInnen anziehen. Eine akademische Arbeit wird nur mit Freude gelesen (und dementsprechend bewertet), wenn die Einleitung Lust auf den Hauptteil macht. Ebenso wird sich in den ersten Sekunden entscheiden, ob deine Zuhörenden deiner PowerPoint Präsentation lauschen werden oder ob sie sich ihrem Smartphone widmen.

Und wie gestaltest du einen fesselnden Einstieg? Hier bieten sich dir die verschiedensten Möglichkeiten deine Kreativität auszuleben. Eines haben jedoch alle gemeinsam: sie müssen verblüffen und Lust auf mehr machen. Kennst du folgenden Einstieg: Ja, Hallo, meine Name ist Peter Maier und heute rede ich über Kuchen. Sobald jemand eine PowerPoint Präsentation auf diese Weise beginnt wird automatisch mein Handy gezückt und die Zeit auf andere Weise vertrieben. Da werden schon die neusten Mails gecheckt, Schlagzeilen gelesen und die ReferentIn vollkommen ausgeblendet. Ich und das Publikum, wir möchten unterhalten werden! Wir möchten spüren, dass du für dein Thema brennst und dass es dir wichtig ist, dass auch wir Feuer und Flamme werden.

Nun aber mal praktischer – Der Einstieg

Das Thema Storytelling zum Beginn einer PowerPoint Präsentation ist heute omnipräsent… und das aus gutem Grunde. Hierdurch werden deine Zuhörenden gefesselt und von dir begeistert. Also beginne mit einer Geschichte, die Menschen berührt oder entertaint, um auf dein Thema überzuleiten. „Als ich zehn Jahre alt war, backte ich zum ersten Mal meinen eigenen Kuchen. Ich tobte mich komplett aus und die Küche war nach meiner Aktion nicht mehr wieder zuerkennen. Als der Kuchen im Ofen allmählich braun wurde, bekam mich mein Vater nicht mehr vom Ofen weg. So gebannt war ich von meinem ersten eigenen Kuchen. Als der Wecker klingelte und wir die Ofentür öffneten schlug mir ein Geruch entgegen, der mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin. Und heute stehe ich vor Ihnen als Konditor Maier und möchte Ihnen dieselbe Faszination zeigen.“

Fühlst du dich nun nicht komplett anders angesprochen? Was nehmen wir also mit? Sei so konkret und bildhaft wie möglich und ziehe die Zuhörenden in deinen Bann! Dieses Thema Storytelling ist allerdings so riesig, dass ich hierzu einen eigenen Blogartikel verfassen werde, der dich eine ganze Weile beschäftigen kann. Allein zu der Thematik eines spannenden Einstieges wurden schon ganze Bücher verfasst. Persönlich kann ich dir hierbei „Wie fange ich meine Rede“ an von Michael Rossié ans Herz legen.

Du musst kein Hemingway sein

„Aber ich kann keine spannenden Geschichten erzählen“. Ausreden finden die meisten Menschen genug, bevor sie es einmal mit dem Storytelling versuchen. Doch selbst die schlechteste Geschichte wird besser haften als der spannendste Datensatz. Unser Leben läuft in Geschichten ab und nicht in Fakten. Ich weiß ganz genau, wie ich das erste Mal mit dem Fahrrad in einen Straßengraben gefahren bin und mir das Gesicht aufgeschürft habe, doch das Datum kann ich nicht einmal jahresweise abschätzen.

Die Geschichten, die du erzählst findest du auf verschiedenste Weisen. Hast du bereits eine passende Geschichte erlebt? Jackpot! Andernfalls kannst du auch die Geschichten von Freunden und Familien erzählen (aber bitte nicht als deine eigenen ausgeben). Andernfalls erzählst du die Geschichte einer Person, die mit deinem Thema zu tun hatte. Was ich schlussendlich damit sagen möchte: Auch du findest eine Geschichte die zu deiner Thematik passt, auch wenn es noch so abstrus ist.

Brauchst du überhaupt eine PowerPoint Präsentation?

Bevor du PowerPoint startest, darfst du einmal einen Schritt zurück gehen. Brauchst du überhaupt Visualisierungen? Viele der grandiosesten Reden und Präsentationen wurden komplett ohne PowerPoint Präsentation oder Visualisierung gehalten. Für praktische Beispiele darfst du gerne Ted.com oder die Videos von GedankenTanken zu Gemüte führen. Doch Achtung: Hier sind Profis am Werk. Ungeübte laufen hier Gefahr, vollkommen den roten Faden zu verlieren. Ohne Powerpoint Präsentation oder anderweitige Visualisierung fehlt die Orientierung und Struktur. Solltest du der Meinung sein, dass du die Struktur deiner Präsentation im Schlaf aufsagen kannst, dann versuch es gerne einmal vollkommen frei.

Das KISS-Prinzip

„Keep it simple, stupid“. Dies sollte der Grundsatz für jede deiner PowerPoint Präsentation werden. Doch nicht nur die Präsentation selbst, auch die Struktur, deine Visualisierungen und deine Rede folgen ab nun diesem Grundsatz. Jede deiner Folien, dein roter Faden und jeder deiner Sätze ist so einfach wie nur möglich. So kann dir jeder Zuhörende folgen und begeistern werden von deinen Ideen.

Protestierst du bereits und meinst, dass dein Thema so verflochten ist, dass es nur kompliziert erklärt werden kann? Darauf kann ich nur mit den Worten Einsteins antworten: „Wenn man etwas nicht einfach erklären kann, hat man es nicht verstanden“

Fragen und Zitate einbauen

Mit Zitaten ist es wie mit Salz. Ein klein wenig und deine Suppe wird köstlich. Verwendest du zu viel davon, wird keiner mehr davon essen wollen. Genauso ist es mit den Fragen an das Publikum. Du kannst deine PowerPoint Präsentation deutlich aufwerten durch Fragen an die Zuhörenden. „Was meinen Sie, wie viel Mehl ich für diesen Kuchen verwendet habe?“ – „500 Gramm“ – „Da habe ich sie aber drangekriegt. Dieser Kuchen kommt vollkommen ohne Mehl aus. Sie möchten auch wissen wie das funktioniert?“. Doch solltest du deine Zuhörerschaft durch nein endloses

Das Stehen üben

„Stehe ich locker auf einem Bein? Oder doch lieber mit breitem Schritt auf beiden Beinen?“. Sobald wir auf der Bühne stehen, hinterfragen wir die simpelsten Körperfunktionen. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass du gerade diese simpelsten Funktionen bereits vor der Präsentation übst. Stelle dich jetzt einmal auf und spiele mit den verschiedenen Arten zu stehen. Dabei kannst du dich selbst filmen oder vor einem Spiegel üben, damit du auch ein visuelles Feedback hast. So wirst du bei deiner Präsentation sicher auf der Bühne stehen und genau wissen, wie du dabei wirkst.

Ich habe nichts anzuziehen!

Sei du selbst! Zu viele Präsentierende habe ich bereits gesehen, die sich für ihren Vortrag in Schale geworfen haben. Die Mitarbeitenden, die sich für ihre wichtige PowerPoint Präsentation in einen Anzug quetschen, der ihnen nicht passt oder ein Rock, der nichts für ihre Figur tut. Jede Person im Publikum merkt sofort, ob du dich wohl oder unwohl fühlst. Die Kleidung, die du dabei trägst spielt eine enormen Rolle. Wer meint, dass man mit einem lockeren Outfit in Präsentationen nicht erfolgreich sein kann, darfst du gerne an die Videos von GaryVee verweisen. Selbst sechsstellige Beträge sind für einen Vortrag von ihm keine Seltenheit. Also achte nicht auf Karriereratgeber, die ein generelles Overdressing empfehlen, sondern fühle dich wohl in dem Outfit für deine PowerPoint Präsentation.

„Und da stand ich plötzlich…“

 

– was du auf der Bühne machen und lassen solltest – 

Fachwörter eliminieren

„Wäre es nicht adequat, den Usus heterogener Termini zu minimieren?“ – Bitte was? Um es einfach zu sagen: Sollte man nicht weniger Fremdworte verwenden?

Zu viele PowerPoint Präsentationen durfte ich bereits hören, in denen ich nach drei Minuten ausgestiegen bin. Fachtermini und Fremdworte erschweren die Informationsweitergabe ungemein, daher kannst du auch hier das KISS-Prinzip anwenden. Erkläre es in einfacheren Worten oder verwende eine Wortdublette. Letztere ist eine großartige Möglichkeit für dich deine Fachwörter zu vereinfachen. Hierbei verwendest du dein Fachwort, gibst aber simultan eine alternative Erklärung mit, die es verständlich macht. „Am allerliebsten esse ich Rhabarber-Crumble – also Rhabarber-Streuselkuchen.“

Wiederholung – Wiederholung

Erinnerst du dich noch an Karteikästen mit Vokabeln? Das Grundprinzip hinter diesen Karten kannst du auch für deine PowerPoint Präsentation verwenden. Vor allem in Trainings und Coachings werden die Zuhörenden mit jeder Menge Informationen überhäuft. Damit die wichtigsten Informationen im Gedächtnis bleiben kannst du innerhalb deiner Präsentation Wiederholungen einbauen. Dazu ist es ein grandioses Mittel, um die Aufmerksamkeit deiner Zuhörerschaft wieder zu erlangen.

„Nachdem wir nun gesehen haben, wie wir den Tisch decken, können wir auch meinen Lieblingskuchen auf den Tisch stellen. Accchhh, was war denn nun wieder mein Lieblingskuchen?“. Dies ist wieder ein Mittel, an dem wir sehen, dass schauspielerische Fähigkeiten für gute Präsentierende und SpeakerInnen unerlässlich sind. Spiele also mit deinem Publikum und lass sie wiederholen, was du ihnen bereits erzählt hast. Hierdurch wird es unmöglich, dass dein Publikum vergisst, was du Ihnen mitgeben wolltest.

Sei fasziniert von deiner Thematik 

Gary Vaynerchuck kommt auf die Bühne. Er trägt eine einfaches schwarzes Shirt und graue Jeans. Sobald erzu sprechen beginnt, gerät er in Rage. Von seiner Thematik ist er voll und ganz begeistert und das merkt jede/r im Publikum. Die Bühne ist voll von seiner Energie! Du wirst mitgerissen von den Worten dieses Mannes und bist daraufhin motiviert all seine Ratschläge umzusetzen. Das Publikum hängt an seinen Lippen und in der anschließenden Frage/Antwort-Runde möchte jeder etwas von ihm wissen.

Auch du kannst diese Energie in deiner PowerPoint Präsentation versprühen, solange du für dein Thema brennst. Dazu musst du allerdings eine Sache im Vorfeld getan haben: Du musst dein „Warum“ gefunden haben. Sobald du diese Motivation gefunden hast und dich voll und ganz für dein Thema begeistert hast, wirst du auch andere mitreißen.

Bleib in Bewegung 

Du bist während deiner PowerPoint Präsentation nicht angekettet, also beweg dich. In deiner Präsentation über ein staubtrockenes Thema möchtest du schließlich nicht selbst einstauben. Kontrollierte Bewegungen auf deiner Bühne lassen dich dynamisch wirken und sichern dir die Aufmerksamkeit deiner Zuhörenden.

Pause? Pause!

Wie ein Wasserfall strömt es in Wortschwallen aus den Präsentierenden heraus. Vor allem Vortragende, die mit Nervosität zu kämpfen haben vergessen, dass Pausen machtvolle Werkzeuge sind. Durch Pausen erzeugst du in deiner Präsentation Interesse. Die Zuhörenden werden sich gespannt nach vorne lehnen, um herauszufinden was du als Nächstes sagen wirst. Kabarettisten und Comedians haben dieses Prinzip perfektioniert, um die Lacher bei der Pointe noch etwas nach oben zu schrauben.

Nutze auch du die Macht der Pausen! An bedeutenden Stellen in deiner PowerPoint Präsentation  darfst du einen Moment innehalten und innerlich bis drei zählen (Pause), damit sich die volle Wirkungskraft deiner Worte entfalten kann.

Paraverbales

Was zur Hölle ist denn nun paraverbal? Das Gegenteil des Verbalen (Was wir sagen) ist das Nonverbale (Alles, was wir nicht sagen). Dazu gibt es eine weitere Variation der Kommunikation: Wie wir etwas sagen. Deine Lautstärke, dein Sprechfluss und deine Sprechgeschwindigkeit hat einen riesigen Einfluss darauf, ob das Publikum gebannt zuhört oder müde auf´s Smartphone schaut. Spiele mit deiner Sprache auf der Bühne, um die Menschen in deinen Bann zu ziehen. Sobald du an einen Satz gelangst, der dir unheimlich wichtig ist, senke deine Stimme. Die Menschen werden sich sofort interessiert nach vorne lehnen.

Wieder einmal darfst du dich an den großen SchauspierInnen dieser Welt orientieren. Wann saßt du das letzte Mal gebannt im Kino oder vor dem Fernseher? Wie haben die SchauspielerInnen in diesen Situationen gesprochen und kannst du dies in deiner PowerPoint Präsentation umsetzen?

„Schau mir in die Augen Kleines“

„Wie erkennt man einen extrovertierten Informatiker? Er schaut beim Reden auf deine Schuhe“ (Lacher)

In einem Dialog unter zwei Menschen ist Augenkontakt unerlässlich. Um das Publikum in deiner PowerPoint Präsentation zu fesseln, musst du sie mit deinen Augen ansprechen. Nicht nur eine einzige Person… jeder einzelne Mensch in deinem Publikum muss sich angesprochen fühlen. Du hältst deine PowerPoint Präsentation schließlich nicht für dich, sondern für sie.

Stehst du genauso auf praktische Tipps wie ich? Wunderbar! Dann teile deine gesamte Zuhörerschaft in drei gleichgroße Teile auf. Nun fokussierst du das erste Drittel und gehst Person für Person durch. Nicht zu schnell, denn jeder einzelne muss das Gefühl bekommen, dass es nur um ihn oder sie geht. Nachdem du den Augenkontakt mit der ersten Person aufgebaut hast, darfst du eine Person weitergehen und so die Rundreise durch deine erstes Drittel gehen. Sobald du dieses erste Drittel abgegrast hast, gehst du weiter zum zweiten und daraufhin zum Dritten. Sollte noch jemand am Smartphone hängen, dann schau genau diese Person an, sobald du eine Frage in den Raum geworfen hast und Stille einkehrt. Auch die Aufmerksamkeit dieser Person wird dir gewiss sein.

Em… Mhm… Em… 

Strich… Noch ein Strich… Noch einer… Am Ende des Vortrages sitze ich vor meinem DIN A4-Blatt voller Gartenzäune. Nur selten schaffen es Vortragende, dass ich mir den Spaß erlaube und für jedes „Em“ einen Strich zeichne. Doch wenn ich einmal beginne, dann wird es unmöglich dem Thema zu folgen, denn das einzige, was mich dann noch interessiert ist das nächste ‚Em‘.

In den meisten Fällen ist es schlichtes Lückenfüllen. Dabei sind es Menschen, die vor ihrer PowerPoint Präsentation stehen und nicht genau wissen, was der nächste Punkt ist oder worauf sie eigentlich hinaus wollten. Anstatt in diesen Momenten Stille einkehren zu lassen und durchzuatmen, kommt der berühmte Laut aus dem Mund. Sie sprechen weiter und lassen sich noch weiter ins Ungewisse ziehen.

Lass nicht zu, dass ich anfange Gartenzäune zu zeichnen. Achte bei deiner nächsten Präsentation ganz genau darauf, ob und wie oft du das Wörtchen ‚Em‘ in den Mund nehmen möchtest. Allein durch die Achtsamkeit wirst du deine Em-Rate weit nach unten schrauben können. Solange du die PowerPoint Präsentation als Gelegenheit zur Weiterentwicklung siehst, wirst du mit jeder Präsentation entspannter werden. Hierdurch wirst du nicht nur den roten Faden behalten, sondern auch deine Lückenfüller signifikant reduzieren.

Die Sache mit den Karteikarten

Keine Karteikarten in deinen Händen! Schluss, aus, fertig. Deine PowerPoint Präsentation gibt dir die Struktur. Da brauchst du keine DIN A4 Seiten mehr voller handgeschriebener Notizen, die dich nur vom eigentlichen Thema ablenken. Solltest du ein wirklich zahlenlastiges Thema haben, das partout nicht in deinen Kopf möchte, gibt es natürlich noch eine andere Lösung. Verwende für faktenreiche Themen die Referentenansicht mit der dazugehörigen Notizfunktion. So hast du während deiner PowerPoint Präsentation alle Notizen auf einen Blick und kannst dich voll und ganz auf Wichtiges konzentrieren.

Die Zuhörenden bei Laune behalten – Humor ist der Schlüssel

Was haben Comedians und SpeakerInnen gemeinsam? Beide unterhalten, beide möchten in Erinnerung bleiben, beide erzählen Geschichten und beide möchten in Erinnerung bleiben. Da diese beiden Berufsgruppen so viel gemeinsam haben, können sie auch so wahnsinnig viel voneinander lernen. Für meine PowerPoint Präsentation lasse ich mich gerne von Comedians inspirieren, um die Zuhörenden bei Laune zu halten. Wenn ich an große RednerInnen denke, dann denke ich in den meisten Fällen an humoristische Einlagen (mit denen ich beim Einsatz im Berufsleben auch immer wieder Lacher abgreifen konnte 😉 ).

Dein Publikum hat das Bedürfnis unterhalten zu wollen. Wie in einem guten Film, kamen deine Zuhörenden, damit sie die Welt außerhalb vergessen und neue Ideen und Erkenntnisse ernten können. Die Mission für deine PowerPoint Präsentation ist also: Unterhaltung!

Das Ende muss in Erinnerung bleiben

Woran erinnern sich Menschen, wenn sie an eine PowerPoint Präsentation denken? Die meisten Untersuchungen zu diesem Thema haben ergeben, dass es die Einleitung und der Schluss ist. Der Großteil des Hauptteils wird einfach vergessen. Daher ist es so immens wichtig, dass du mit deinem Ende die Zuhörerschaft noch einmal aufrüttelst. Hierbei darfst du deiner Kreativität wieder einmal freien Lauf lassen. Tue etwas Unerwartetes auf der Bühne. Singe deinen letzten Satz oder mache dein Ende zu einem Gedicht (wie von René Borbonus eindrucksvoll dargestellt).

Genau wie die Einleitung deiner PowerPoint Präsentation, wirst du auch den Schluss trainieren. So lange bis du nicht mehr das Gefühl der Unsicherheit hast und dich mit breiter Brust auf die Bühne stellen kannst. Nun hast du jederzeit den rettenden Strohhalm des gekonnten Schlusses, auch wenn deine Präsentation im Hauptteil abschweift oder unrund abläuft. Damit kannst du dich in Sicherheit wiegen und mit Freude auf deine nächste PowerPoint Präsentation denken.

Du bist bereit… Nun gehe raus und verändere die Welt der PowerPoint Präsentation

„Das ist jetzt aber ganz schön viel. Gibt´s dazu auch Hilfe?“

– beliebige ArtikelleserInnen –

Du bist dir noch nicht 100%ig sicher, wie du deine PowerPoint gestaltest? Dann schreib uns gleich eine Mail an [email protected] . Oder lass uns deine Präsentation ganz individuell gestalten, denn du hast Besseres zu tun als PowerPoint.

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