Du möchtest eine Präsentation erstellen?

How To  – Präsentation erstellen

– 7 Dinge, auf die du achten solltest – 

„Zu Ihrem gewählten Thema dürfen Sie eine PowerPoint Präsentation erstellen“. So oder so ähnlich lauten zahllose Arbeitsanweisungen in Schulen, Universitäten und Workshops. Gesagt, getan. PowerPoint wird angeschmissen und es wird wie wild getippt, eingefügt, verschoben und am Ende hat man… ein einziges Debakel. Weder ein durchgehender roter Faden ist erkennbar, noch ein schönes Beispiel findet sich in dem endlosen Wirrwar an Text. Dazu quälen sich die Zuhörenden durch lieblos gestaltete Folien und ich fühle mich nicht als Präsentator, sondern als Vorleser. In diesen Momenten fühle ich mich überflüssig. Als hätte ich meine PowerPoint auch als Film exportieren können und einfach den Play-Button drücken sollen. Das brachte mich dazu zu recherchieren und einen 9 Schritte Plan zu entwerfen, damit nicht nur das Präsentation erstellen, sondern auch die Präsentation selbst das reinste Vergnügen wird. Ihr  möchtet wissen was sich dahinter verbirgt? Los geht´s!

 

1. Was möchte ich mit der Präsentation erreichen?

Bevor du auch nur an PowerPoint oder ähnliche Software denkst darfst du dir die wichtigste Frage stellen: Was möchte ich hiermit erreichen? Möchte ich die Zuhörenden dazu bringen mein Produkt zu kaufen? Sollen die Menschen zuhause ihren Müll trennen? Oder möchte ich ihr Leben erleichtern durch mehr Verständnis für den Partner? Die Antwort auf diese Frage ist essenziell und wird sich wie ein roter Faden durch deinen Vortrag ziehen. Optimalerweise wird dies dann auch den Schluss deiner Präsentation bilden. Am Ende eines Pitches für dein Produkt kannst du enden mit: „Nun wissen Sie ganz genau, was der Staubsauger 4000 Ihnen an Nutzen bringt. Die einzige Frage, die jetzt noch offen ist, ist: Warum haben Sie noch keinen?“.

 

2. Wer sind meine Zuhörer?

Nicht nur für das Design deiner Präsentation, sondern auch für deine Argumentationen, benötigst du eine weitere Information. Wer hört bei deiner Präsentation zu? Solltest du vor einer jungen Schulklasse stehen brauchst du nicht davon anzufangen wie viel schöner die D-Mark in der Sonne glitzerte oder wie schön es war die Brezel für wenige Pfennig zu kaufen. Ebenso wenig wirst du auf dem nächsten Seniorenkongress auf viele unwissende Blicke treffen, sobald du von der neuen bahnbrechende App erzählst. Um es auf den Punkt zu bringen: Kenne dein Publikum! Beim Präsentation erstellen musst auch immer ganz genau wissen, wo dein Publikum steht und wo sie hinwollen. Was begeistert diese Menschen sofort und bei welchen Themen brauchst du vielleicht etwas mehr Inhalt.

 

3. Brainstorming – was gehört dazu?

Nachdem du deine Zuhörenden unter die Lupe genommen hast, kannst du dich nun darum kümmern den Inhalt zu sichten. Worüber möchtest du während deines Vortrages sprechen? Wo fängst du an? Wo hörst du auf? Wie tief möchtest du gehen? Diese inhaltliche Klammer wird für fünfminütige Vorträge offensichtlich etwas schmaler sein als die eines dreitägigen Workshops. Doch für die Erstellung deiner Präsentation wird es unheimlich wichtig zu wissen, in welchem Themenbereich du dich aufhältst. Halte dir diesen Bereich immer wieder vor Augen, um nicht ins Präsentations-Nirvana abzuschweifen. Praktisch gedacht eignen sich hierzu ganz besonders Mind-Maps, die in einer Brainstorming-Einheit von fünf bis zehn Minuten erstellt werden. Die Länge dieses Brainstormings und die schlussendliche Größe deiner Mind-Map hängt schlussendlich auch von deiner Präsentation ab.

Hierbei kannst du dich auch von externen Quellen inspirieren lassen. Gehe beispielsweise auf slideshare.net oder schaue dir Videos über dein Thema auf YouTube an. Dadurch erhältst du eine Idee davon, wie andere Menschen an dieses Thema herangehen. Das soll jedoch auf keinen Fall heißen, dass du genau den selben Weg gehen solltest. Lass dich davon inspirieren, aber behalte deinen eigenen Weg bei, denn nur so wirst du auf der Bühne authentisch wirken.

 

4. Die Geschichte zu deiner Präsentation erstellen

Storytelling hier, Storytelling da, Storytelling überall. Wer heute ein Seminar besucht, in dem es um das Präsentation erstellen geht, kommt um diese Thematik nicht mehr herum. Doch warum ist Storytelling so wirkungsvoll? Ganz einfach: Geschichten fesseln. Geschichten bleiben im Kopf. Geschichten erwecken Emotionen! Und genau das möchtest du mit deiner Präsentation verwirklichen. Dennoch verzichten so viele der Redner noch auf eine Geschichte und ich frage mich: „Warum?“. Vielleicht ist es die mangelnde Erfahrung, die es in den ersten Momenten ungewohnt erscheinen lässt und Unbehagen entstehen lässt. Auf der anderen Seite könnte es auch damit zusammenhänge, dass die Präsentierenden einfach nicht gehört werden möchten, da sie sich so daran gewöhnt haben, dass die Folien sie ersetzen. Durch Storytelling stehst DU und deine Geschichten nun im Mittelpunkt des Geschehens und das macht vielen Angst.

Traust du dich bei deiner Präsentation eine Geschichte zu erstellen? Grandios! Dann brauchen wir nur noch eine Geschichte. Jedoch muss deine Geschichte zwei Kriterien erfüllen. Erstens sollte sie echt sein. Erfundene und ausgemalte Geschichten können zur Not auch herangezogen werden, doch wirst du diese nie so authentisch vortragen können. Eine Geschichte muss erlebt sein. Solltest du noch keine Geschichte dazu erlebt haben, dann geh raus erlebe! Und komm wieder sobald du etwas zu erzählen hast.

Keine Sorge… Du musst nicht gleich die nächste Weltreise antreten, damit du deine nächste Fünf-Minuten Präsentation halten kannst. Doch wenn du über das Campen in freier Natur sprichst, solltest du wenigstens darüber erzählen können, wie du in deiner ersten Nacht unheimlich gefroren hast. Sobald du eine echte Geschichte erlebt hast, stellst du dir die Frage, ob die Situation auch lebensnah für dein Publikum ist. Glücklicherweise hast du dir im zweiten Schritt bereits alle Gedanken dazu gemacht, wie dein Publikum aussieht und kannst nun beurteilen, ob deine Geschichte hierfür passend ist. Lebhafte Abenteurer, die die Welt bereisen, wirst du nicht mit einer Nacht in der freien Natur beeindrucken können 😉

 

5. Blatt Papier – „Agenda“ zur Präsentation erstellen

Im fünften Schritt wird es Zeit die inhaltliche Klammer auszuarbeiten. Dazu nimmst du dir ein Stück Papier(!) zur Hand und malst einige Vierecke darauf. Jedes dieser Vierecke repräsentiert nun eine deiner PowerPoint Folien. Und hier kritzelst du nun mit aller Herzenslust darauf los. Lass deiner Kreativität freien Lauf und gestalte deine Vierecke so wie du sie gerne sehen würdest. Hierfür gab mir eine befreundete Künstlerin einmal einen guten Rat: „In der Kunstschule habe ich eine Sache gelernt: Dein erster Entwurf ist nie der Beste“.

Diesem Spruch folgend, solltest du verschiedene Herangehensweisen ausprobieren. Stelle deine Folien einmal um, erzähle deine Geschichte rückwärts oder fange einfach einmal mitten im Geschehen an. Genauso kannst du dein Design immer wieder überdenken und neue kreative Elemente einbringen. Ebenso kannst du dich auf der kreativen Seite einmal bei Kreativmarktplätzen wie Envato umschauen und nach neuer Inspiration suchen. So kommst du Schritt für Schritt an ein durchdachte, andersartige und vor allem spannende Präsentation.

Aber warum lege ich nicht direkt in PowerPoint los? Jede Präsentationssoftware setzt dir Scheuklappen auf. Du hast Textfelder an bestimmten Stellen. Designs sind bereits voreingestellt und Farben werden automatisch vergeben. Lass dich nicht davon abhalten deine eigene Präsentation zu erstellen. Papier schränkt dich höchstens in der Anzahl der Buntstifte ein. Ganz verrückte Kreative gehen sogar soweit mit Aquarellfarben oder ähnlichem ihre Entwürfe zu gestalten. Keine Sorge, auch das lässt sich digital in deiner Präsentationssoftware umsetzen.

 

6. Erst jetzt – Präsentationssoftware anmachen

Erst wenn du wirklich alle(!) Folien gestaltet hast auf Papier solltest du deine Präsentationssoftware öffnen. Egal ob dies PowerPoint, Keynote oder Prezi ist. Die Wahl der Präsentationssoftware ist wie die Frage nach dem richtigen Pinsel für eine MalerIn. Diese Software ist nur ein Werkzeug, das die eigentliche Kreativarbeit niemals ersetzen wird. Daher sind für mich alle Diskussionen à la „Prezi – der PowerPoint Killer?“ auch vollkommen zweckentfremdet. Wer in PowerPoint schlechte Präsentationen gestaltet, wird auch mit Prezi keine Wunderwerke erstellen.

Sobald deine Präsentationssoftware geöffnet ist, kannst du loslegen deine manuellen Entwürfe in digitale Meisterwerke zu verwandeln. Sollte es hierbei zu Komplikationen oder Wissenslücken kommen, hast du glücklicherweise die große Welt des Internets auf deiner Seite. Schau einmal bei YouTube oder kommentiere diesen Beitrag. Der PresentationsPanda freut sich darauf, dir zur Seite zu stehen.

 

7. Üben, üben, üben

„Erst ein Meister ist vom Himmel gefallen und der war sofort tot“.

Frei nach diesem Zitat geht es nun an das Üben deiner Präsentation. Sobald du also mit dem Präsentation erstellen ans Ende gekommen bist, kannst du dich daran machen vor einem imaginären Publikum zu sprechen. Dank modernster Technik kannst du dich dabei sogar filmen, dass du ganz genau weißt wie du dabei wirkst. Was du dabei noch zusätzlich beachten darfst, werde ich dir in einem weiteren Beitrag zusammenstellen, denn das sprengt nun wirklich den Rahmen.

 

Du hast es geschafft!

Dank den 7 Schritten nach denen du deine Präsentation erstellen kannst, weißt du nun, wie du den gesamten Prozess angehen kannst. Versuche es einmal den gesamten Prozess strikt durchzuziehen. Sobald du merkst, dass du einzelne Schritte verkürzen oder noch weitere hinzufügen möchtest, tu es! Dies ist lediglich ein Vorschlag von mir, den ich mir durch zahllose Präsentationen erarbeitet habe. Daher freue ich mich wahnsinnig darauf, von dir zu hören, wie du es angehst und wo du in meinem Prozess noch Schlaglöcher siehst. Dazu kannst du diesen Beitrag unten kommentieren.

Nun mach dich an deine nächste Präsentation. Egal ob du diese sieben Schritte befolgst oder deine eigenen Wege gehst, mach die Welt der Präsentationen  zu einem besseren Ort. Zu viele Menschen sind in Präsentationen bereits eingeschlafen, also sei die Person, die alle aufweckt 🙂

„Wir nehmen dir all diese Mühe ab“

– PresentationsPanda

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